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Naht das Ende des Immobilienbooms?

Hafessa Mujadzic 22. Juni 2022
Die Schweizerische Nationalbank (SNB) hat den Leitzins erstmals seit 2007 wegen der gestiegenen Inflation unerwartet deutlich um 0,5 Prozentpunkte auf minus 0,25 Prozent angehoben. Sorgen die höheren Finanzierungskosten nun für eine Preiskorrektur am Schweizer Immobilienmarkt?

Ende des Immobilienbooms?
Nachfrage immer noch über Angebot 

Erste Verschiebungen aufgrund der höheren Finanzierungskosten sind am Schweizer Immobilienmarkt bereits ersichtlich: Die Immobilienpreise für Wohneigentum sind im ersten Quartal 2022 gemäss Daten vom Bundesamt für Statistik erstmals seit langem wieder leicht gesunken.

Die Nachfrage ist rückläufig, liegt jedoch immer noch über dem Angebot.

Steht nun eine Preiskorrektur bei Wohnimmobilien bevor? Laut Robert Weinert (Leiter Immo-Monitoring bei Wüest Partner, gegenüber cash.ch) nicht unmittelbar: «Die Nachfrage ist rückläufig, liegt jedoch immer noch über dem Angebot». Immobilienexperten gehen davon aus, dass die Preise in diesem Jahr leicht steigen werden. Preiskorrekturen seien aufgrund der erwartet positiven Wirtschaftsentwicklung momentan nicht absehbar, wohl aber eine Preisstabilisierung.

Immobilienbesitzer in Gefahr?

Bei der Gewährung von Hypotheken rechnen Banken mit einem kalkulatorischen Zinssatz von 5 Prozent. Ein Anstieg der Hypothekarzinsen, wie wir ihn derzeit erleben, sollte also noch keine Problem bereiten. Zeno Staub (CEO Vontobel, SRF Eco Talk 20.06.2022) geht davon aus, dass wir im breiten Spektrum des selbstbewohnten Wohneigentums weit entfernt von einer Katastrophe sind. Bei selbstbewohntem Wohneigentum ist die Vergabepraxis der Banken, soweit das beurteilt werden kann, seriös, vernünftig und vorsichtig. 

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Nach dem Boom der Crash? 

Es ist davon auszugehen, dass es zu segmentabhängigen Verschiebungen kommen kann. Laut Philipp Rickenbacher (CEO Julius Bär, SRF Eco Talk 20.06.2022) sind Renditeimmobilien, bei denen für eine kleine Rendite eine hohe Verschuldung auf sich genommen wurde, besonders gefährdet. Das überbezahlte Luxussegment könnte ebenfalls unter Druck geraten. In der Schweiz besteht grundsätzlich immer noch eine Knappheit an Immobilien und Boden. Das wird sich so schnell nicht ändern. Darum glaubt Rickenbacher nicht, dass es über alle Segmente hinweg sofort zu grossen Verschiebungen kommen wird.

Aus Sicht von Maklando

«Die Zinsentwicklungen sorgen für Verunsicherung, das spüren wir ganz klar. Die Hürde für eine Immobilienfinanzierung ist höher geworden. Käufer sind nicht mehr bereit jeden Preis zu bezahlen. Bei der Preisgestaltung braucht es nun viel Fingerspitzengefühl.»

Matijas Cosic, CEO Maklando 

Hafessa Mujadzic

Mit über 10 Jahren Erfahrung in der Immobilien­vermarktung besitzt Hafessa Mujadzic verschiedene Auszeichnungen als Top-Maklerin und exzellente Kenntnisse in der Immobilien­bewertung. Mit diesen Fähigkeiten ist sie für Maklandos Kundschaft täglich begeistert im Einsatz.